Cancer Survivorship und Psychologische Resilienz
- DKFZ-Hector Krebsinstitut
- Krebsrisikofaktoren und Prävention

Prof. Dr. Michèle Wessa
Die Abteilung „Cancer Survivorship und Psychologische Resilienz“ wurde im Oktober 2024 gegründet und befasst sich mit der Identifizierung von Prädiktoren von Resilienz psychischer Gesundheit bei Krebspatient:innen und Langzeitüberlebenden von Krebserkrankungen.

Frühere Forschungsarbeiten des Abteilungsleiters konzentrierten sich auf die Untersuchung von neurobiologischen und psychologischen Mechanismen die mit der Resilienz gesunder Personen und der Ätiologie psychischer Störungen zusammenhängen. Unter Verwendung neurowissenschaftlicher und verhaltensbezogener experimenteller Methoden hat diese Forschung gezeigt, dass die Emotionsregulation und die wahrgenommene Kontrollierbarkeit von Stress vielversprechende Kandidaten für relevante Resilienzmechanismen sind und auch transdiagnostische Marker für psychische Störungen darstellen. In den letzten Jahren hat die Abteilung auf diesen und den Ergebnissen anderer Forschungsgruppen aufgebaut, um evidenzbasierte psychologische Interventionen zur Förderung der individuellen Resilienz zu entwickeln und ihre Wirksamkeit in verschiedenen Zielgruppen zu bewerten. Im Sinne eines primären Präventionsansatzes haben wir uns außerdem mit der Förderung der psychischen Gesundheitskompetenz bei Kindern und Jugendlichen im schulischen Kontext beschäftigt und ein entsprechendes evidenzbasiertes Schulprogramm für Schüler der Klassen 5 bis 10 (BEWARE) entwickelt.
Der beschriebene Forschungsschwerpunkt der Abteilung wird nun erweitert, um die spezifischen Forschungslücken bei Krebspatienten und Krebsüberlebenden zu schließen. Das zukünftige Forschungsprogramm wird experimentelle Studien unter der Verwendung von neurobiologischen und verhaltensbezogenen Forschungsmethoden (z. B. funktionelle Magnetresonanztomographie, Stresshormone, Verhalten) zur Identifizierung spezifischer Resilienzmechanismen bei Krebsüberlebenden beinhalten sowie begleitende Längsschnittstudien zur Entwicklung kausaler Modelle der psychischen Gesundheit und Resilienz bei Krebsüberlebenden. In diesem Zusammenhang werden wir auch neue und spezifische Selbstberichtsmaßnahmen zur Erfassung der Resilienz und der Belastung durch Stressoren bei Krebspatienten und Krebsüberlebenden entwickeln. Auf der Grundlage der Erkenntnisse aus diesen Studien werden wir Gruppen- und digitale Interventionen sowie personalisierte Angebote zur Prävention und psychologischen Beratung von Krebsüberlebenden entwickeln, einschließlich zielgruppenspezifischer Aufklärungsprogramme zur psychischen Gesundheitskompetenz. Schließlich wird in Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen des DKFZ und verwandten Institutionen die Verbreitung dieser Ergebnisse zur Förderung der psychischen Gesundheit von Krebsüberlebenden eine wichtige Rolle spielen.
Team
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Prof. Dr. Michèle Wessa
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Annika Huse
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